Kammerkonzert

Besinnliche bis beschwingte Musik an Francke-Schule

Eine musikalische Reise durch drei Jahrhunderte konnten die Zuhörer beim Kammerkonzert der Francke-Schule unternehmen. Das von Martin Geck, dem Leiter des Musikfachbereichs, moderierte Programm begann mit Georg Philipp Telemanns Overtüre in C-Dur aus dem frühen 18. Jahrhundert, vorgetragen vom Streichorchester der Schule.

Vom Barock führte die Darbietung weiter zur musikalischen Romantik: Der Sechstklässler Marc Farcas hatte das adventliche Thema „Knecht Ruprecht“ gewählt und ließ am Klavier mit der Komposition von Robert Schumann Vorstellungen an den Gehilfen des Nikolaus wach werden. Virtuos und überzeugend interpretierte Johannes Pfeiffer aus der Klasse 7b die C-Dur-Sonate von Wolfgang Amadeus Mozart (KV 545).

Dessen Violinsonate in F-Dur (KV 377) wurde gekonnt vorgetragen von der Zwölftklässlerin Eyleen Matejec, am Flügel begleitet von ihrer Musikpartnerin Anna-Maria Iancu. Musik zeitgenössischer Komponisten wurde von zwei weiteren Schülerinnen interpretiert: Anna-Naemi Düver (12a) spielte „Dietro Casa“ des in Italien sehr bekannten Ludovico Einaudi, die von Lisa Mahn vorgetragene Weise zu „Pirates of the Carribean“ stammt vom durch Filmmelodien bekannt gewordenen Hans Zimmer.

Mit dem 1. Satz aus Beethovens Klaviersonate „Pathétique“ hatte sich Evelyn Enns aus der siebten Klasse eine anspruchsvolle Aufgabe vorgenommen, die sie aber bravurös meisterte. Ihre Interpretation ließ ebenso viel Fleiß in der Vorbereitung wie auch Begabung erkennen. Nachdem Tobias Düver (13b) den Tanz „Mazurka“ in g-Moll von Frédéric Chopin mit großer Sicherheit vorgetragen hatte, wurden die Beiträge der Kinder und Jugendlichen durch einen ehemaligen Schüler ergänzt: Peter Menger hatte sich nach seinem vor 20 Jahren an der Francke-Schule abgelegten Abitur gegen eine Karriere als Berufsmusiker entschieden. Inzwischen als Arzt tätig, hat er sich die Liebe zur Musik erhalten und zeigte sich mit Chopins Scherzo in b-Moll (op. 31) und einem Präludium von Johann Sebastian Bach als virtuoser Pianist. Dieser Hörgenuss mag manche der musizierenden Schüler/-innen sowie ihre anwesenden Eltern ermutigt haben, der Musik treu zu bleiben und im Trainingsfleiß nicht nachzulassen.

Das Orchester der Streicher, dirigiert von Musiklehrer Geck, bereitete dem gelungenen Abend einen schwungvollen Abschluss mit lateinamerikanischen Tänzen, nachdem es mit der träumerischen Air-Melodie aus Bachs Suite in D-Dur sein harmonisches Zusammenspiel unter Beweis gestellt hatte.


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